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Bei dem Anmelde-Bildschirm gibt es ein kleines Zahnrad. Das Klicken darauf ermöglicht eine Auswahl die für mich als Anfänger schwer zu verstehen war. Vielleicht verhält es sich so: Linux benutzt Xorg um Fenster auf dem Bildschirm erscheinen zu lassen. Xorg ist schon sehr alt (und bewährt) aber es soll eine neue Fenster-Gestaltung durch Wayland geschaffen werden. Möglicherweise möchte man das Terminal völlig in den Hintergrund treten lassen und Software nur noch über bunte Bildchen installieren. Man hat aber immer noch die Wahl zwischen diesen beiden Systemen. Und das Terminal ist keine Horror-Figur sondern ein unglaublich wertvolles Hilfsmittel - es muß nur jemand verständlich darüber schreiben. Ich habe mich entschieden GNOME unter Xorg zu starten.

Ganz wichtig ist das Programm Synaptic. Damit kann man Software installieren und auch deinstallieren. Das Programm Synaptic ist unter Wayland nicht funktionsfähig.

Durch Klicken auf Sektionen erhält man eine Themen-Übersicht. 
Sehr vorteilhaft ist die Suche nach Software. 
Wichtig war mir zunächst die Installation deutscher Sprachpakete. Diese kann man durch Eingabe von 10n-de in das Suchfeld schnell sichtbar machen:

Bereits installierte Software hat ein grünes Quadrat am Anfang. Mit einem Rechtsklick kann man andere Software auswählen und zum Installieren vormerken. Dann klickt man auf Anwenden und die Installation wird durchgeführt. Entsprechend kann man Software deinstallieren. Hat man in Synaptic nur Pakete aus dem main-Bereich so befindet man sich auf der sichersten Seite von Debian - erkennen kann man dies durch Klicken auf "Ursprung". Dann kann man sich Lieblingsprogramme suchen und installieren: VLC, Filezilla ....

Und dann gibt es in Linux das Terminal - Aufruf über den Starter oder die Suche in der Aktivitäten-Übersicht. Man sollte es als Werkzeug verstehen und über den Umgang etwas Bescheid wissen.


abc@777 :~$

Das Terminal gibt eine Zeichenfolge aus die bedeutet: Der Benutzer mit
username abc
ist auf dem Rechner mit 
hostname 777 
eingeloggt und will auf dem blinkenden Cursor eine Eingabe als normaler Benutzer ($) machen. Diese Eingabe kopiert man einfach an die Stelle des blinkenden Cursors.
Copy und Paste bei Texten unter Linux:
WENN MAN UNTER LINUX EINEN TEXT LEDIGLICH MARKIERT KANN MAN DIESEN DURCH KLICKEN MIT DEM MAUSRAD ANDERSWO EINFÜGEN (solange diese Markierung besteht). Wenn die Maus kein Mausrad besitzt so macht man einen Rechtsklick auf die Markierung und wählt Kopieren und an der gewüschten Einfügestelle macht man einen Rechtsklick und wählt Einfügen. Die bekannten Tastenkombinationen Strg+C und Strg+V funktionieren nicht innerhalb des Terminals.
Ein Beispiel
free -h
Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste:

Dies zeigt den verfügbaren und genutzten RAM-Hauptspeicher (Arbeitsspeicher) an. Natürlich kann man die Zeichenfolge auch eintippen. Man kann mit der Maus im Terminal auch Bereiche markieren und mit Rechtsklick kopieren und dann in eine Text-Datei einfügen um die Angaben des Terminals zu archivieren.

Die Büroanwendung LibreOffice unterstützt Dateien aus Microsoft Office. Wenn man also jetzt in einem Ordner Ablage1 der auf dem Computer unter ~/Web/Büro/August/Ablage1 zu finden ist (~ ist Abkürzung für Persönlicher Ordner) viele Excel Dateien abgelegt hat kann es vorkommen daß man diejenigen Dateien sucht in denen das Wort "Rhabarber" vorkommt:
grep -rni -e "Rhabarber" ~/Web/Büro/August/Ablage1
Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste:

abc@777:~$ grep -rni -e "Rhabarber" ~/Web/Büro/August/Ablage1 
Übereinstimmungen in Binärdatei /home/abc/Web/Büro/August/Ablage1/Rezept2458.xls. 
abc@777:~$
Mit LibreOffice kann man zwar Dateien aus Microsoft Office öffnen, bearbeiten und speichern (im Microsoft Office Format oder im LibreOffice Format) aber man hat andere Schriftarten. Hat man nun Dateien der Art "schrift.ttf" die man sehr gerne auch in Debian verwenden möchte so erstellt man einen Ordner in "Persönlicher Ordner":
mkdir ~/.fonts
Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste.
Der so erstellte Ordner hat einen Punkt am Anfang und gehört zu den versteckten Dateien. Man ruft den "Persönlicher Ordner" auf und drückt dann gleichzeitig Strg und H (Mit der gleichen Tastenkombination kann man die versteckten Dateien wieder ausblenden). Jetzt kann man den Ordner .fonts öffnen und die gewünschten Schriftarten hineinkopieren. 
Damit diese Schriftarten übernommen werden meldet man sich kurz ab und wieder an.

Es läßt sich der "Persönlicher Ordner" über das Terminal aufrufen durch
nautilus
Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste.

Man kann über das Terminal Dateien ausdrucken lassen. Wenn der Drucker aktiviert ist kann man eingeben
lp ~/.bash_logout
Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste.
Dadurch wird der Inhalt der Datei .bash_logout ausgedruckt. Diese Datei wurde gewählt weil sie auf dem System vorhanden ist und nicht viel Text-Inhalt besitzt, verstehen braucht man diesen Text aber nicht. 

Man kann beim Computer einen Beep auslösen durch
echo -e "\a"
Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste.

Man kann über das Terminal bei dem CD-ROM-Laufwerk das CD-Fach öffnen mit
eject -T
Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste.
Ist das CD-Fach bereits geöffnet so bewirkt die gleiche Eingabe das Schließen des CD-Faches. Diese Eingabe wird allerdings nicht in allen Fällen unterstützt.

Man kann den gnome-Bildschirm durch viele Möglichkeiten verändern.
gnome-tweaks
Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste.
Es erscheint ein Fenster auf dem Änderungen vorgenommen werden können:

Ich persönlich brauche diese Schaltflächen aber nicht und ich habe mich von der Windows-Konditionierung gelöst.

Ich persönlich brauche allerdings keine ausfahrenden Leitern die man nach dem entsprechenden Eintrag durchsucht.

Man kann die Internetseite
https://extensions.gnome.org
aufrufen mit hunderten von Einstellungen. Die Vielzahl der Möglichkeiten ist überwältigend. Diese Änderungen können in der Regel ganz leicht wieder rückgängig gemacht werden.

Ich persönlich finde die Erweiterung
Dash to dock
besonders schön.

Meist legt man auf dem Windows-Desktop Dateien ab, die man oft braucht und schnell öffnen möchte. Dies kann man natürlich in einem selbst erstellten Ordner machen, ähnlich dem "Schreibtisch" von Debian 9. Mein Wunsch nach einer Schaltfläche im Panel mit der ich oft benutzte Dateien direkt aufrufen kann erfüllte sich jedoch nicht. 
Die Verwendung von Tastenkombinationen ist eine elegante Lösung und auf den späteren Seiten finden sich viele weitere Ideen. 
Die Tastenkombination ist weitgehend frei wählbar, aber es ist nicht verkehrt wenn man die gewünschte Tastenkombination erst einmal ausprobiert. Drückt man z.B. Alt+P (gleichzeitig die Taste Alt und die Taste P) und es erfolgt keine Reaktion so ist diese Tastenkombination noch nicht belegt und man kann diese unbesorgt verwenden. Nun soll Alt+P eine Preisliste öffnen, die zu finden ist unter
/home/abc/Dokumente/"Preisliste.xls"
(abc ist natürlich durch Ihren username zu ersetzen). Zunächst probiert man den Befehl im Terminal
libreoffice /home/abc/Dokumente/"Preisliste.xls"
Wenn sich nach dem Drücken der Eingabetaste die gewünschte Preisliste öffnet so hat man alles richtig gemacht und man ruft die Systemeinstellungen auf, dort Tastatur. Man klickt mit der Maus auf das +

Dann füllt man die Eingabefelder entsprechend aus, klickt auf
Tastenkombination festlegen ...
und drückt anschließend die ausgesuchte Tastenkombination, hier Alt+P.
Dann wählt man Hinzufügen.

Wenn aber die Terminal-Eingaben tief in das System eingreifen kann man das als normaler Benutzer nicht mehr tun - so sind auch die Systemdateien im Ordner "Rechner" nicht zugänglich. Dies ist wesentlich für die Sicherheit von Linux. Aber derjenige der das Root-Passwort weiß (Administrator) hat auch Zugang zu den gesicherten Bereichen. Dazu benutzt man bei Terminal-Eingaben das vorangestellte "sudo" (man will sich mit dem Root-Passwort anmelden). Ist man mit dem Root-Passwort angemeldet hat man totalen Zugriff auf den Rechner und könnte diesen auch zugrunderichten. Man sollte sich gut informieren und klar darüber sein was man tut. Trotzdem sollte man sich nicht fürchten und es gibt zahlreiche notwendige Eingaben, z.B. Software-Installation und System-Bereinigung. Nun hat die Verwendung von "sudo" die Auswirkung daß das System 15 Minuten lang total zugänglich ist. Bei Debian verwendet man "su" (oder auch "su -") und nach getaner Arbeit beendet man die Root-Anmeldung mit "exit" - dann ist das System wieder gesichert.
Also "sudo" weglassen und im Terminal su (oder auch "su -") eintippen und die Eingabetaste drücken. Es erscheint die Abfrage nach dem Root-Passwort. Dieses tippt man ein - es gibt keine sichtbaren Reaktionen im Terminal, aber nach Drücken der Eingabetaste:

abc@777 :~$ su
Passwort:
root@777:/home/abc#
Die neue Zeichenfolge bedeutet: Der Benutzer mit Kenntnis des Root-Passwortes (Administrator) ist auf dem Rechner 777 eingeloggt und will auf dem blinkenden Cursor eine Eingabe als Administrator (#) machen und dabei befindet er sich in /home/abc (oder ~) was der Ordner "Persönlicher Ordner" ist. 
Die zu machenden Eingaben kopiert man (natürlich ohne sudo) an die Stelle des blinkenden Cursors. Wenn alles fertig ist tippt man exit ein und drückt die Eingabetaste (# sollte sich wieder in $ verwandelt haben). 

Änderungen bei Verwendung von su kann man dokumentieren damit diese Änderungen wieder rückgängig gemacht werden können.

Es bleibt vielleicht doch der Wunsch Dateien auf dem Desktop abzulegen. Eine Möglichkeit ist die Installation des Paketes
desktopfolder
z.B. über Synaptik. Dies erzeugt ein Fenster mit transparentem Hintergrund auf dem Objekte abgelegt werden können.

Rechtsklick auf dem Desktop ermöglicht die Ablage von Verknüpfungen zu Dateien und Ordnern oder das Erzeugen von Notizen. Diese Notizen können durch Rechtsklick auf die Titelleiste mit anderen Farben versehen werden, durch Klicken auf den Farbknopf ganz rechts erscheint sogar ein Farbauswahlfenster. 
Und es wird in Persönlicher Ordner ein Unterordner
Desktop
erzeugt.

In diesem Ordner abgelegte Dateien erscheinen auch auf dem Desktop. Unter Xorg ist dieser transparente Ordner auf jeder Arbeitsfläche zu sehen. Mit gleichzeitigem Drücken der Super-Taste (Windows-Taste) und Ende-Taste (über den Pfeil-Tasten) kann man jederzeit den leeren Desktop aufrufen (eigentlich eine neue Arbeitsfläche).


Unter Wayland wird nur ein transparentes Fenster erzeugt das man dann auch gut sehen kann

Der Aufruf einer neuen Arbeitsfläche unter Wayland zeigt dieses Fenster nicht mehr. Und es kann leicht passieren daß sich Fenster überlagern was nicht besonders übersichtlich ist und die darunterliegenden htm-Dateien sind hierbei erstmal nicht zugänglich.


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